„Firmen verschenken im Internet Millionenumsätze“

Mittlerweile gehen mehr als 30 Millionen Bundesbürger im Internet auf Einkaufstour. Doch obwohl die deutschen Unternehmen mit Ihren Shop-Angeboten auf diesen Trend reagiert haben, verschenken sie im Internet immer noch millionenschwere Umsätze.
Denn zahlreiche Unternehmen haben es bisher versäumt, alle Vertriebskanäle in einer tragfähigen Gesamtstrategie zu vereinen. Dabei sind Firmen, die Filialnetz, Außendienst, Kataloge und Internet aufeinander abstimmen, besonders erfolgreich. Sie erzielen im Durchschnitt ein um rund fünf Prozent höheres Umsatzwachstum als ihre Konkurrenten – ein Wettbewerbsvorteil der vor allem angesichts der derzeitigen Konjunkturflaute an Gewicht gewinnt. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Markteinschätzung [...]
Für einen dauerhaften Markterfolg eines Unternehmens reicht allein der Aufbau einer Internetpräsenz oder eines Online-Shops nicht aus. Vielerorts sind die Arbeitsabläufe, die IT-Systeme und die Unternehmenskultur immer noch vom Stationärgeschäft oder Katalogversand geprägt. Anforderungen des Internets und die Integration aller Kanäle in eine einheitliche Geschäftsstrategie bleiben dadurch auf der Strecke. [...]
Die fehlende Koordination der einzelnen Vertriebskanäle rächt sich schnell: So recherchieren beispielsweise mehr als zwei Drittel der Deutschen online, bevor sie schließlich im Geschäft einkaufen gehen oder Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Die Angebote und Informationen im Internet und im Ladengeschäft sollten daher aufeinander abgestimmt sein und sich ergänzen. Doch das ist häufig nicht der Fall. Zudem führt das Silo-Denken in den einzelnen Vertriebskanälen zu Konflikten in der Preisgestaltung und der Produktpräsentation sowie zu langsamen und fehleranfälligen Prozessen. Darüber hinaus haben sich reine Internetspezialisten mit Innovationen bei Beratung und Kundenservice derzeit einen spürbaren Wettbewerbsvosprung erarbeitet. Damit etablierte Unternehmen nicht weiter ins Hintertreffen geraten, sollten sie die hauseigenen Denk- und Geschäftsansätze auf den Prüfstand stellen und sie konsequent an die veränderten Anforderungen des E-Commerce anpassen. So müssen beispielsweise Lagerhaltung, Warenwirtschaft oder Kundenservice mit der Geschwindigkeit des Internets Schritt halten. [...]
Quelle: Zentrada.Magazin, 18/2009

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